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Sprachregelung (Docs / Code / README)

Status (2026-08-03): bindend. Festgelegte Sprachregeln mit eigener Verworfen-Liste (§3) — Änderung nur über eine neue Entscheidung, kein Code-Tracking.

Begleitdokument zu architektur.md und naming-und-setup.md. Hält fest, welche Sprache wo gilt und warum — inklusive der bewusst verworfenen pauschalen Lösung, damit die Begründung nicht erneut aufgerollt werden muss.


0. Leitprinzip

Sprache folgt dem Publikum des jeweiligen Artefakts, nicht dem Projekt pauschal. Anders als bei anyplot.ai (generisches Tool, keine sprachgebundene Domäne, daher durchgängig Englisch) ist hier die Domäne selbst deutsch (Kurrent, deutschsprachiger Raum) und die Website startet auf Deutsch. Das ist kein Bruch zur anyplot-Linie, sondern dieselbe Regel — anders angewendet, weil das Publikum ein anderes ist.


1. Finale Festlegung

Artefakt Sprache Begründung
Interne Docs (Referenz, Naming-Setup, dieses Dokument) Deutsch Für den Autor geschrieben; argumentieren über eine deutsche Domäne
docs/contributing.md Englisch (dokumentierte Ausnahme) Wird vom README für das externe Publikum verlinkt — das Contributing-Publikum ist das README-Publikum (inkl. englischsprachiger Genealogie), nicht der Autor; in docs/index.md als „(EN)" markiert
Forschungsnotizen in docs/proposals/ Englisch zulässig (im Kopf als EN markiert) Recherche-Material, das englischsprachige Quellen/Modelle zitiert (z. B. kurrent-writer-and-recognizer.md); entschiedene Konzepte wandern auf Deutsch nach concepts/
README Englisch (zuerst), ggf. zweisprachig Pitch, kein internes Doku — Hauptzielgruppe schließt englischsprachige Genealogie ein
GitHub-Description Englisch Internationale/SEO-Zielgruppe, Abgrenzung vom kurrent-io-Namespace
Website (v1) Deutsch Erste Zielgruppe deutschsprachig; spätere i18n nicht ausgeschlossen
Code (Variablen, Funktionen, docstrings, Kommentare) Englisch, ohne Ausnahme Konsistent mit Schema (§3 Referenz); fachliche Eigennamen sind ohnehin international
Commit-Messages Englisch Teil des Codes, öffentlich lesbar

2. Behandlung der Fachbegriffe im Code

  • International ohnehin englisch/lateinisch → unverändert übernehmen: ductus, kurrent, allograph, glyph, position, variant, canonical.
    • Achtung Schreibweisen-Split: Der Code-Identifier bleibt ductus (lateinisch/englisch, paläographischer Fachterminus), aber im deutschen Fließtext (Docs, UI) gilt die Duden-Schreibung Duktus (duden.de/rechtschreibung/Duktus).
  • Deutsche Fachbegriffe ohne etablierte Übersetzung → englischer Identifier, Begriff einmal im Kommentar erklären:
    • Schwellzugwidth_profile / stroke_width (# Schwellzug: pressure-driven stroke-width modulation)
  • Schriftzeichen sind Daten, nicht Code. Die Werte der Ligatur- und Allograph-Einheiten bleiben das Zeichen selbst; nur die Schlüssel sind englisch:
{"glyph": "ſt", "variant": 0}   # value = the char; key = English

Betrifft den geschlossenen Ligatur-Satz (ch, ck, tz, ſt, qu, ß, §4 Referenz) und das ſ-Allograph (§3 Referenz). Kein Sprachbruch.


3. Verworfen (damit nicht erneut diskutiert)

  • „Docs pauschal Deutsch" inkl. README — Überkorrektur. Schneidet genau die Leute ab, die „Kurrent" als unübersetzten Fachterminus suchen (englischsprachige Genealogie als Kernzielgruppe). README wird daher explizit aus dem „Docs = Deutsch"-Bucket herausgenommen.
  • „Alles Englisch wie bei anyplot" — ignoriert, dass Domäne und v1-Website deutsch sind; interne Argumentation über eine deutsche Schrift in Englisch zu führen ist Reibung ohne Gegenwert.
  • Deutsche Code-Identifier für deutsche Fachbegriffe — bricht die Schema-Linie aus §3 der Referenz; Begriff gehört in den Kommentar, nicht in den Bezeichner.

Querverweise